La Réunion 2020

Und alles hat einmal ein Ende

Ja die 3 Wochen gingen wie im Flug vorbei, wenn ich jetzt daran denke. An dieser Stelle noch einmal  ein kurzer Rückblick. Das ist ohne Worte eine schöne Insel, mit zauberhafter Landschaft und Stränden. Leider wie ich schon geschrieben habe, kann man nicht wirklich schwimmen, etwas planschen , aber das war es auch schon. Es gibt Haie und auch viele tödliche Unfälle, darum ist schwimmen sehr oft verboten.  Die Multikulturelle Gesellschaft hat mich fasziniert, Familien sind eben weiße und farbige, ganz normal dort. Auch die Religionen werden nebeneinander gelebt, die Moschee neben der Kirche. Komischerweise habe ich keine Synagoge gesehen. Es gibt eine Strasse die  einmal um die Insel geht, da offensichtlich  die meisten in der Hauptstadt Saint Denis arbeiten sind die Staus vorprogrammiert. La Réunion ist dahingehend keine romantische Urlaubsinsel,  wobei es natürlich solche Fleckchen dort gibt.  Auch liegt die Arbeitslosigkeit derzeit bei 25 % . Auf der Insel gibt es kaum Industrie, alles muss importiert werden. Die jungen Leute kaufen sich Autos sobald Sie 18 sind, und Frauen bekommen oft schon mit 17 Jahren Kinder.   Aber alles in allem eine einzigartige Insel mitten im Ozean.    

Parfums et Épices Garden

Der heutige Nachmittag war den Kräutern, Gewürzen und Parfum Essenzen gewidmet. Der Garten des Parfums ist ein kleiner Park im Urwald. Ich habe eine Führung gemacht,  wo  uns allerlei Bäume und Pflanzen erklärt wurden. Wer weiß schon wie ein Muskatnuss Baum aussieht. Oder die Orchidee aus der die Vanille wächst.  Der Duft den du hier erlebst ist einzigartig,  Vanille und Muskat  haben mich total begeistert. Leider gibt es unglaublich viel Mücken, aber ich war vorbereitet 😉

Die Strände

Alle Strände sind auf Westseite der Insel, es gibt ganz dunkle Lava Strände und ebensolche mit hellem Sand. Die Sonnenuntergänge sind spektakulär und ich konnte gar nicht davon lassen Bilder zu machen. Man kann leider nicht immer und überall schwimmen, zum einen gibt es Haie zum anderen ist der Wellengang zu stark. Es sind keine Traumstrände wie wir Sie uns vorstellen, mit Palmen die bis ins Wasser reichen, dennoch sind die Strände traumhaft schön. 

Der Vulkan Piton de Fournaise

Das ist noch ein aktiver Vulkan, der zuletzt eine Woche vor meiner Anreise ausgebrochen ist.  Die Fahrt, sofern man im Süden wohnt ist nur kurz, allerdings ist frühes Aufstehen notwendig. Also um 6. Uhr ging die Fahrt los, und   um 8 Uhr war ich schon oberhalb des Vulkans. Die Fahrt  dorthin  war genauso toll wie der Anblick direkt davor.

Anse de Casades der Wasserfall im Süden

Der Strand von Grande Anse

Dieser Strand war mein Lieblingsstrand, man konnte leider nicht baden, aber der Sonnenuntergang und Palmen waren unvergesslich.

Saint Pierre

Saint Pierre ist die zweit größte Stadt auf der Insel. Sie liegt im Süden, wo ich 10 Tage verbracht habe. Hier gibt es ganz nette  Restaurants und Cafes und natürlich viele Strände. Immer wieder beindruckend ist das Multikulturelle Leben dort. Die Kirche neben der Moschee und alle leben friedlich zusammen. Es gibt eigentlich fast alle Kulturen dort, die  Ureinwohner, nennen wir sie einmal so, sind Kreolen die es auch in den französischen Überseegebieten in der Karibik gibt. 

Cilaos

Cilaos liegt in den Bergen, fast in der Mitte der Insel. Die Strasse dorthin ist wie oft eine echte Herausforderung. Eigentlich kann nur ein Auto fahren, aber ab und zu kommt der Bus entgegen, also Rückwärts den Berg wieder runter. Aber ein toller Ausgangspunkt für Wanderungen, eigentlich sollte man hier 2 Nächte bleiben. Was ich leider nicht gemacht habe.

Salazi

Salazi ist Unesco Weltkulturerbe und liegt auch mitten in den Bergen. Ich konnte leider nicht viel sehen, und ich kann nur sagen, die Fahrt dort hin war nicht lustig, und das Weltkulturerbe hat sich mir nicht erschlossen.

Der Test danach

Corona Test

Heute war Corona Test angesagt. Innerhalb von 7 Tagen nach Ankunft muss ein neuer Test gemacht werden. Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe, aber die Gesundheitsversorgung in Frankreich läuft natürlich komplett anders als in Deutschland. Der Arzt, also der Hausarzt kann gar nichts machen, der macht eine Untersuchung und schickt dich zum nächsten Arzt, auch nimmt der Arzt kein Blut ab, oder gibt eine Impfung. Es gibt dafür Labore und zwar an jeder Ecke. Das erklärt warum hier die Auswertung der Corona Tests so schnell geht.

Urlaub

Bei 3 Wochen Urlaub kann man auch an manchen Tagen einfach gar nichts tun. An den Strand gehen oder einfach nur die Aussicht auf das Meer genießen. Den Druck alles sehen zu müssen, habe ich schon lange nicht mehr. Urlaub ist einfach auch dazu da, sich treiben zu lassen. Zugegebenermaßen alleine ist nicht wirklich schön, aber was will man tun. Meine Unterkunft, die ich gewählt habe ist doch sehr speziell. Sie besteht eigentlich nur aus einem Balkon und einem Schlafzimmer, mein Badezimmer ist ebenfalls unter freiem Himmel. Etwas unerwartet sind diese kleinen Tierchen hier, ich weiß nicht, woher sie kommen, aber sie sind immer wieder da und das überall. Also alles in den Kühlschrank, auch den Tee, und zum Glück halten sich die Mücken in Grenzen.

Der Süden

Heute ging es in den Süden der Insel. Hier ist das Klima tropisch, sehr grün also noch mehr als im Norden und Westen der Insel. La Réunion ist bekannt für seinen Rum, die Insel besteht zu 40 % aus Zuckerrohrfeldern und Vanille, die hauptsächlich im Süden wächst. Wahrscheinlich wegen der Luftfeuchtigkeit die dort herrscht. 

 

Erst einmal ankommen

Heute musste ich erstmal zum Flughafen zurück, mein Auto tauschen. Was mich erstaunt hat, war der immense Verkehr. Nun das ist hier keine Ferieninsel wie Mallorca, sondern hier leben ca. 900.000 Menschen. Die Insel ist dicht besiedelt und alles fährt in die Hauptstadt Saint Denis. Nach ca. 2 Stunden im Stau war ich dann endlich am Flughafen, von dort ging es zurück über die östliche Küstenstrasse und dann einmal über die Berge. Die Landschaft erinnert ein wenig an die Azoren oder Madeira. Leider gibt es auf den Bergstrassen keine Haltemöglichkeiten um schöne Bilder zu machen.  Dann ging es noch kurz zum Einkaufen und nach Hause. Die Supermarkt Preise sind etwas teurer als in Frankreich, Obst und Gemüse kauft am einfachsten auf der Strasse, überall gibt am Strassenrand kleine Stände wie die Bauern ihre Sachen verkaufen. Das ist die Insel der Lychis, die gibt es hier überall.

Das ging richtig schnell, in nur zwei Stunden war ich in Paris. Dann einmal kurz die Metro und mit dem RER nach CDG. Der Check-In war unkompliziert, leider hatte ich doch vergessen meinen Sitzplatz zu buchen und war kurz genervt. Aber schlussendlich hatte ich eine ganze Reihe für mich. Mit einer Schlaftablette ging das auch wunderbar und die 11 Stunden gingen ziemlich schnell vorbei.

Tja was macht man, wenn man in Frankreich lebt und nur sehr schwer zu Corona Zeiten nach Deutschland reisen kann. Meinen Jahresendurlaub von 3 Wochen müssen und wollen auch schön verbracht werden. Darum geht es diese Weihnachten nach La Réunion. Die Insel im Indischen Ozean zwischen Mauritius und Madagaskar. Es gibt einen Vulkan im Süden und im Norden Berge zum Wandern. Die Insel ist tropisch und eigentlich immer gleich warm.

Nach dem ausfüllen unzähliger Formulare und einem Corona Test, kann es nun endlich losgehen.

Der TGV bringt mich in zwei Stunden nach Paris Montparnasse, von dort geht der RER zum Flughafen Charles de Gaulles.  Um 19:30 Uhr geht der Flug dann 11 Stunden nach Saint Denis.

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